Ausstellungen

2018 > 2015 Jahresausstellung           2018           des Kunstkreis   Nordeifel   e.V.   im   Aukloster Monschau Bereits   zum   4.   Mal   zeigte   der   Kunstkreis   Nordeifel aktuelle      Werke      seiner      Künstler      im      Aukloster, Monschau.   „Bewegung“   hieß   das   Thema,   dem   sich 15    Künstler    in    diesem    Jahr    verschrieben    hatten. Bewegung,    wer    denkt    da    nicht    sofort    an    Tanz    und Sport,   Wind   und   Meer?   Und   so   fanden   sich   unter   den Exponaten     auch     solche,     die     genau     dieses     in verschiedensten    künstlerischen    Techniken    zeigten.    Da    fährt    ein    Schiff    der Hurtigruten   in   einem   Fjord,   eine   Möwe   schwebt,   vom   Wind   getragen   über aufgewühlter See, Tänzer wiegen sich zur Musik. Und   doch   verbergen   sich   hinter   dem   uns   allen   gut   bekannten   Begriff   auch   noch andere,   vielleicht   etwas   unterschwellige   und   versteckte   Bedeutungen,   die   erst durch   Kunst   sichtbar   werden   und   dann   Denkprozesse   anregen   können.   Die Zeit   ist   immer   in   Bewegung,   der   Zeiger   der   Uhr   rast,   bewegt   sich   selbst   und bestimmt   unser   Leben.   Schuhe   tragen   uns   durchs   Leben   und   wir   bewegen   mit ihnen zu unseren Zielen und Wünschen, oder nicht? Mit    Hilfe    von    Verkehrsmitteln    bewegen    wir    uns    von    hier    nach    da,    gibt    es überhaupt   Stillstand?   Manchmal   halten   wir   in   der   Bewegung   inne   und   sind   wie ein   Ruhepol   in   der   sich   bewegenden   Masse.   Und   ab   und   zu   schauen   wir   ein statisches   Objekt   an,   dass   uns   Bewegung   vorgaukelt.   Dies   alles   und   mehr   fand der   Besucher   in   der   Ausstellung   des   Kunstkreises   durch   die   er   sich   bewegte. Die Ausstellung   zeigte   wie   ein   einfacher,   alltäglicher   Begriff   im   wahrsten   Sinne des   Wortes   in   Bewegung   kommt,   wenn   sich   Künstler   damit   auseinandersetzen. Die    Ausstellung    präsentierte    Werke    von    15    Künstlern    in    den    Bereichen: Skulptur:   Klaus   Gehlen,   Didier   Gehlen,   Ute   Schneider   Thalheim   Malerei: Michael   Rath,   Anne   Rader,   Otto   Guba,   Margret   Gillessen,   Birgit   Bodden, Martin   Otten,   Regina   Weber,   Franz   Joseph Ahmann,   Wiltrud   Skoda   Strunk Malerei     und     Collage:     Irene     Johnen     Textilkunst:     Anke     Burchardt Fotografie: Jutta Rath Rebel Laudator war Andreas Rüben, Journalist aus Aachen. „TUCHE“ Eine Ausstellung des Kunstkreis   Nordeifel   e.V.   im   Aukloster   Monschau   und     anschl.    Im    Hause    der    Städteregion    Aachen    Zollern- straße   Vom   12.   bis   27.   August 2017 Tuche   und   Tuchindustrie,   ein   Thema,   das in     der     Eifel     und     den     benachbarten Regionen   eine   lange   Tradition   hat.   Schon im   17.   Jahrhundert   gibt   es   erste   Nachweise für     eine     Tuchindustrie.     Auf     Grund     des vorhandenen    weichen    Wassers    und    des leicht    erreichbaren    Brennstoffes    Torf,    war die    Eifel    hervorragend    geeignet    für    die Produktion   feiner   Tuche,   die   nicht   nur   für das   Rheinland   produziert   wurden,   sondern im    18.    Jahrhundert    wegen    ihrer    guten    Qualität    weltweit    verkauft    wurden. Maßgeblich   zu   diesem   Erfolg   beigetragen   hat   die   Familie   Scheibler,   deren Wirken   heute   noch   im   Roten   Haus   in   Monschau   nachvollzogen   werden   kann. In     Eupen     wurden     seit     dem     Ende     des     17.     Jahrhunderts     ebenfalls hochwertige      Tuche      hergestellt,      die      den      in      Eupen      ansässigen Kaufmannsfamilien     Reichtum     garantierten.     Heute     ist     der     Amtssitz     des Ministerpräsidenten      der      Deutschsprachigen      Gemeinschaft      in      einem ehemaligen    Tuchmacherhaus,    dem    Haus    Grand    Ry,    mitten    in    Eupen.    Die Tuchproduktion   war   prägend   für   die   Region   rund   um   Aachen,   Monschau   und Eupen.      Erst     mit     der     immer     stärker     werdenden     Industrialisierung     und einsetzenden   Importen   wurde   diese   Erwerbsquelle   immer   weiter   verdrängt   und verschwand   in   der   zweiten   Hälfte   des   20.   Jahrhunderts   fast   vollständig.   Beim Brainstorming   für   die   Jahresausstellung   des   Kunstkreises   Nordeifel   2017 wollten   die   teilnehmenden   Künstler   ein   Thema   finden,   dass   mit   der   Eifel verbunden   ist   und   einen   hohen   Anspruch   an   die   künstlerische   Umsetzung hat.   Es   wurde   das   Thema   „Tuche“,   das   eng   mit   der   Region   verbunden   ist   und auch    im    bildnerisch,    künstlerischen    Bereich    eine    lange    Tradition    hat.    Das Wechselspiel   zwischen   Verbergen   und   Zeigen,   Verhüllen   und   Enthüllen,   auch Wärmen,    Schmücken    und    Schützen,    mit    Vorhängen,    Schleiern,    Decken, Bekleidung   oder   Draperien   ist   in   der   bildenden   Kunst   schon   seit   Jahrhunderten beliebt   und   kann   einen   reizvollen,   auch   dramaturgischen   Rahmen   für   Kunst bilden.   Schon   die   leere   Leinwand   ist   ein   Tuch,   so   der   einhellige   Tenor   der Künstler   des   Kunstkreis   Nordeifel   und   nicht   nur   einer   hatte   schmunzelnd   die Idee   das   Thema   so   zu   präsentieren.   Nun   ist   es   doch   anders   geworden.   Das Thema   hat   die   Ausstellenden   zu   verschiedensten   Interpretationen   inspirieren können    und    der    Betrachter    hat    die    Möglichkeit    in    die    unterschiedlichsten Facetten   der   künstlerischen   Fantasie   einzutauchen.   Klaus   Gehlen,   dessen Werkstoff   metallisch   ist   und   sich   von   daher   nicht   mit   einem   Tuch   vergleichen lässt    schaffte    es    eine    Verbindung    von    festem    und    weichem    Material    zu schaffen,    indem    er    ein    Tuch    aus    Metall    sich    weich    um    eine    Hand    in verschiedensten     Griffpositionen     schmiegen     lässt.     Der     Widerspruch     der Materialien   wird   durch   die   fließende   Bewegung   aufgelöst   und   niemand,   der   die Skulpturengruppe   betrachtet,   wird   in   Zweifel   ziehen,   dass   es   sich   hier   um   ein feines   Gewebe   handelt.   Irene   Johnen   zeigt   in   ihrem   Werk   die   Verbindung   der Tuchindustrie   mit   der   Eifel   ,   indem   sie   in   ihr   Bild   hinein   den   Stoff   verarbeitet und    die    schwere    Arbeit    der    Tuchherstellung    darstellt    und    aufleben    lässt. Gleichzeitig   beeindruckt   die   Farbigkeit   ihres   Werkes,   die   die   Lebendigkeit   der Tuchherstellung   betont   und   mit   dem   rötlichen   Ton   an   das   heute   noch   sehr bekannte   und   oft   besuchte   Scheiblerhaus,   das   Rote   Haus   in   Monschau erinnert .    Heinz    Nellessen,    bekannt    für    seine    Eifellandschaften,    die    sein künstlerisches   Schaffen   durch   viele   Jahre   begleiten   bleibt   sich   treu,   verweist aber   in   seiner   Arbeit   zum   Thema   auf   den   Niedergang   der   Tuchindustrie   im Monschauer   Raum,   sowie   auf   die   Vergänglichkeit   alles   Seins.   So   wie   die   drei hier    angeführten    Künstler    sich    einen    ganz    eigenen    Zugang    zum    Thema geschaffen   haben,   haben   auch   alle   anderen   teilnehmenden   Künstler   durch gedankliche   Auseinandersetzung    mit    dem    Sujet    einen    Weg    gefunden    ihre Überlegungen   in   Inspiration   umzusetzen   und   es   ist   eine   vielfältige   Ausstellung entstanden,    die    dem    Besucher    die    Möglichkeit    gibt    selbst    einen,    vielleicht unerwarteten    Weg    zu    finden    sich    dem    Thema    „Tuche“    zu    nähern.    17 künstlerische   Positionen   werden   gezeigt,   17   verschiedene   Möglichkeiten   Tuch zu   betrachten   aufgezeigt   und   zusätzlich   zeigt   jeder   der   mitwirkenden   Künstler in    weiteren    Werken    einen   Ausschnitt    seines    künstlerischen    Schaffens.    Die Künstler   sind:   Franz   Joseph   Ahmann,   Birgit   Bodden,   Didier   und   Klaus Gehlen,   Margret   Gillessen,   Otto   Guba,   Irene   Johnen,   Rosemarie   Könen, Heinz   Nellessen,   Martin   Otten,   Gerd   Pagnia,   Anne   Rader,   Michael   Rath, Anke   Burchardt-Sanchez,   Ute   Schneider   Thalheim,   Wiltrud   Skoda   Strunk, Jutta   Rebel-Freymark.    Die   Laudatio   und   Vorstellung   der   Werke   erfolgte   durch den Kunsthistoriker  Dr. Josef Gülpers aus Aachen.

Kunstkreis Nordeifel e.V.

„BEGEGNUNG“        Jahresausstellung        des    Kunstkreis Nordeifel   e.V.      Vom   6.   bis   21. August      2016   im Aukloster Monschau Die       Jahresausstellung       2016        des Kunstkreis      Nordeifel      fand      zum      im Kreuzgang    des   Auklosters    in    Monschau statt.            Nach            dem            großen Publikumserfolg             der             letzten Jahresausstellung          zum          Thema „Classic“    hatten    sich    die    Mitglieder des   Kunstkreises   in   diesem   Jahr   dem Thema   Begegnung   gestellt.   16   Künstler aus   den   Bereichen   Malerei   und   Skulptur setzen   sich   jeder   auf   seine   Weise   mit   dem Begriff   auseinander.   Begegnung   kann   ein Treffen,         Beisammensein,         Meeting, Rendezvous,          Wiedersehen,          eine Zusammenkunft    sein,    aber    auch    Spiel, Wettkampf   oder   Konflikt   und   Konfrontation. Alle   diese   Bedeutungen   ließen   sich in   den   Werken   der   Künstler   wieder   finden.   Ob   ein   Bild   an   die   Begegnung   der Kulturen       erinnerte       oder       eine       Skulptur       verschiedene       Materialien aufeinandertreffen   ließ,   ein   Gemälde   von   der   Begegnung   mehrerer   Menschen, die   wie   zufällig   aufeinander   trafen,   erzählt   oder   eine   Plastik   unser   Verhältnis zur   Technik   in   Frage   stellte.   Jeder   einzelne   Künstler   hat   den   Weg   beschritten, den   er   dem   Begriff   und   seiner   Bedeutung   zumaß.   Das   komplexe   Thema,   das bei   jedem   sofort   eigene   Assoziationen   weckte,   die   sich   auf   das   Selbst-Erlebte bezog,   Erinnerungen,   seien   sie   positiv   oder   negativ,   hervorrief,   sprach   uns   alle an.   In   den   Exponaten   der   Kunstkreiskünstler   ließen      sich   Erinnerungen   finden und   neue   Zusammenhänge   begreifen. An   der Ausstellung   nahmen   teil:   Joseph Ahmann,   Birgit   Bodden,   Klaus   Gehlen,   Didier   Gehlen,   Margret   Gillessen, Irmgard   Großgloß,   Otto   Guba,   Irene   Johnen,   Rosemarie   Könen,   Laurenz Kogel,   Martin   Otten,   Gerd   Pagnia, Anne   Rader,   Michael   Rath,   Jutta   Rebel- Freymark,     Ute     Schneider-Thalheim.     Einleitende     Worte     sprachen     Frau Bürgermeisterin   Margarete   Ritter   und   Herr   Dr.   Josef   Gülpers,   Kunsthistoriker aus Aachen. Auf den Spuren des Malers Paul Siebertz Als    Abschluss    der    Feiern    zum    100.    Geburtstag    des Künstler    stellt    der    Kunstkreis    Nordeifel    e.V.    im    Juni 2015    Staffeleien    an    den    Orten    auf,    wo    die    Bilder entstanden sind. „Auf   den   Spuren   des   akademischen   Kunstmalers   Paul   Siebertz   unterwegs   zu sein,   war   für   mich   eine   höchst   interessante,   ja   spannende   Aufgabe."   Hilmar Weber,   1.   Vorsitzender   KUNSTKREIS   NORDEIFEL   e.V.   Auf   den   Spuren   des akademischen   Kunstmalers   Paul   Siebertz   in   Monschau   unterwegs   sein,   dafür gibt   nun   der   Kunstkreis   Nordeifel   e.V.   zusätzliche   Anreize.   Als   Abschluss   der Feiern   zum   100.   Geburtstag   des   berühmten   Sohnes   der   Stadt   wurden   drei bemerkenswerte   Staffeleien   enthüllt,   die   sicherlich   in   Zukunft   die   Blicke   der Passanten   auf   sich   ziehen   werden.   Der   Kunstkreis   Nordeifel   e.V.   hatte   zur Präsentation   der   Staffeleien   eingeladen.   Hierzu   traf   man   sich   vor   der Aukirche. Hilmar      Weber,      der      1      Vorsitzende,      begrüßte      den      stellvertretenden        Städteregionsrat,         Hans-Josef         Hilsenbeck,          und         Monschaus Bürgermeisterin   Margareta   Ritter,    aber   ebenso   herzlich   auch   die   Mitglieder des   Kunstkreises.   Auch   Paul   Siebertz'   Söhne,   Alexander   und   Paul,   waren gekommen.    Für    die    Unterstützung    beim    „großartigen    Jubiläum    und    der eindrucksvollen   Ausstellung“   bedankte   sich   Hilmar   Weber   bei   allen   Freunden des   Kunstkreises.Dann   bat   er   die   Bürgermeisterin   und   den   Diplom-Designer und    Künstler    Didier    Gehlen,    die    Staffelei    vor    der    Mauer    der   Aukirche    zu enthüllen.   Es   gab   Beifall,   als   man   das   Bild   erkannte,   dass   Paul   Siebertz   genau hier   gemalt   hat.   Hilmar   Weber   erläuterte:   „Auf   den   Spuren   des   akademischen Kunstmalers     Paul     Siebertz     unterwegs     zu     sein,     war     für     mich          eine höchstinteressante,   ja   spannende   Aufgabe.   In   Gesprächen   mit   Bildbesitzern oder    auch    Einwohnern    erfuhr    ich    den    Standort,    an    dem    ein    Exponat entstanden    ist.    Nach    umfangreichen    Recherchen    ist    es    gelungen,    drei Standorte   im   öffentlichen   Raum   zu   nden,   an   denen   wir   heute   die   Staffeleien   als bleibende   Erinnerung   an   Paul   Siebertz   präsentieren   können.“   Er   dankte   Didier Gehlen    für    sein    Engagement    und    die    aussagekräftige    Gestaltung    der Staffeleien.   Voller   Freude   äußerten   auch   Paul   und   Alexander   Siebertz   ihre Anerkennung    für    diese    Idee    und    die    gelungene    Ausführung.        Die    drei Staffeleien    sind    in    der    Erde    befestigt,    sie    bestehen    aus        verzinktem    und pulverbeschichtetem    Eisenstahl.    Das    Bild    wurde    auf    einer   Aluminiumplatte befestigt    und    mit    einer    Spezialfolie    überzogen.    „Man    darf    es    anfassen“, ermunterte Didier Gehlen die staunenden  Kunstfreunde.
KKN
AUKLOSTER
Kloster und Orden

Ausstellungen

2018 > 2015 Jahresausstellung   2018   des   Kunstkreis Nordeifel e.V. im Aukloster Monschau Bereits    zum    4.    Mal    zeigte    der    Kunstkreis    Nordeifel aktuelle   Werke   seiner   Künstler   im   Aukloster,   Monschau. „Bewegung“   hieß   das   Thema,   dem   sich   15   Künstler   in diesem   Jahr   verschrieben   hatten.   Bewegung,   wer   denkt da   nicht   sofort   an   Tanz   und   Sport,   Wind   und   Meer?   Und so   fanden   sich   unter   den   Exponaten   auch   solche,   die genau       dieses       in       verschiedensten       künstlerischen Techniken   zeigten.   Da   fährt   ein   Schiff   der   Hurtigruten   in einem   Fjord,   eine   Möwe   schwebt,   vom   Wind   getragen   über   aufgewühlter   See, Tänzer wiegen sich zur Musik. Und   doch   verbergen   sich   hinter   dem   uns   allen   gut   bekannten   Begriff   auch   noch andere,   vielleicht   etwas   unterschwellige   und   versteckte   Bedeutungen,   die   erst durch   Kunst   sichtbar   werden   und   dann   Denkprozesse   anregen   können.   Die   Zeit   ist immer   in   Bewegung,   der   Zeiger   der   Uhr   rast,   bewegt   sich   selbst   und   bestimmt unser   Leben.   Schuhe   tragen   uns   durchs   Leben   und   wir   bewegen   mit   ihnen   zu unseren Zielen und Wünschen, oder nicht? Mit   Hilfe   von   Verkehrsmitteln   bewegen   wir   uns   von   hier   nach   da,   gibt   es   überhaupt Stillstand?   Manchmal   halten   wir   in   der   Bewegung   inne   und   sind   wie   ein   Ruhepol   in der   sich   bewegenden   Masse.   Und   ab   und   zu   schauen   wir   ein   statisches   Objekt   an, dass   uns   Bewegung   vorgaukelt.   Dies   alles   und   mehr   fand   der   Besucher   in   der Ausstellung   des   Kunstkreises   durch   die   er   sich   bewegte.   Die   Ausstellung   zeigte wie   ein   einfacher,   alltäglicher   Begriff   im   wahrsten   Sinne   des   Wortes   in   Bewegung kommt,   wenn   sich   Künstler   damit   auseinandersetzen.   Die Ausstellung   präsentierte Werke    von    15    Künstlern    in    den    Bereichen:    Skulptur:    Klaus    Gehlen,    Didier Gehlen,   Ute   Schneider   Thalheim   Malerei:   Michael   Rath,   Anne   Rader,   Otto Guba,   Margret   Gillessen,   Birgit   Bodden,   Martin   Otten,   Regina   Weber,   Franz Joseph   Ahmann,   Wiltrud   Skoda   Strunk   Malerei   und   Collage:   Irene   Johnen Textilkunst: Anke Burchardt Fotografie: Jutta Rath Rebel Laudator war Andreas Rüben, Journalist aus Aachen. „TUCHE“ Eine Ausstellung des Kunstkreis    Nordeifel    e.V.    im    Aukloster    Monschau    und      anschl.   Im   Hause   der   Städteregion   Aachen   Zollern-straße Vom 12. bis 27. August 2017 Tuche   und   Tuchindustrie,   ein   Thema,   das   in der   Eifel   und   den   benachbarten   Regionen eine     lange     Tradition     hat.     Schon     im     17. Jahrhundert   gibt   es   erste   Nachweise   für   eine Tuchindustrie.    Auf    Grund    des    vorhandenen weichen   Wassers   und   des   leicht   erreichbaren Brennstoffes   Torf,   war   die   Eifel   hervorragend geeignet   für   die   Produktion   feiner   Tuche,   die nicht   nur   für   das   Rheinland   produziert   wurden, sondern   im   18.   Jahrhundert   wegen   ihrer   guten Qualität   weltweit   verkauft   wurden.   Maßgeblich zu   diesem   Erfolg   beigetragen   hat   die   Familie Scheibler,   deren   Wirken   heute   noch   im   Roten Haus     in     Monschau     nachvollzogen     werden kann.   In   Eupen   wurden   seit   dem   Ende   des   17. Jahrhunderts    ebenfalls    hochwertige    Tuche    hergestellt,    die    den    in    Eupen ansässigen   Kaufmannsfamilien   Reichtum   garantierten.   Heute   ist   der   Amtssitz   des Ministerpräsidenten   der   Deutschsprachigen   Gemeinschaft   in   einem   ehemaligen Tuchmacherhaus,   dem   Haus   Grand   Ry,   mitten   in   Eupen.   Die   Tuchproduktion   war prägend   für   die   Region   rund   um   Aachen,   Monschau   und   Eupen.    Erst   mit   der immer    stärker    werdenden    Industrialisierung    und    einsetzenden    Importen    wurde diese   Erwerbsquelle   immer   weiter   verdrängt   und   verschwand   in   der   zweiten   Hälfte des      20.      Jahrhunderts      fast      vollständig.      Beim      Brainstorming      für      die Jahresausstellung       des       Kunstkreises       Nordeifel       2017       wollten       die teilnehmenden   Künstler   ein   Thema   finden,   dass   mit   der   Eifel   verbunden   ist und   einen   hohen   Anspruch   an   die   künstlerische   Umsetzung   hat.   Es   wurde   das Thema   „Tuche“,   das   eng   mit   der   Region   verbunden   ist   und   auch   im   bildnerisch, künstlerischen    Bereich    eine    lange    Tradition    hat.    Das    Wechselspiel    zwischen Verbergen   und   Zeigen,   Verhüllen   und   Enthüllen,   auch   Wärmen,   Schmücken   und Schützen,   mit   Vorhängen,   Schleiern,   Decken,   Bekleidung   oder   Draperien   ist   in   der bildenden   Kunst   schon   seit   Jahrhunderten   beliebt   und   kann   einen   reizvollen,   auch dramaturgischen   Rahmen   für   Kunst   bilden.   Schon   die   leere   Leinwand   ist   ein   Tuch, so   der   einhellige   Tenor   der   Künstler   des   Kunstkreis   Nordeifel   und   nicht   nur   einer hatte   schmunzelnd   die   Idee   das   Thema   so   zu   präsentieren.   Nun   ist   es   doch anders     geworden.     Das    Thema     hat     die    Ausstellenden     zu     verschiedensten Interpretationen   inspirieren   können   und   der   Betrachter   hat   die   Möglichkeit   in   die unterschiedlichsten    Facetten    der    künstlerischen    Fantasie    einzutauchen.    Klaus Gehlen,   dessen   Werkstoff   metallisch   ist   und   sich   von   daher   nicht   mit   einem   Tuch vergleichen   lässt   schaffte   es   eine   Verbindung   von   festem   und   weichem   Material   zu schaffen,     indem     er     ein     Tuch     aus     Metall     sich     weich     um     eine     Hand     in verschiedensten   Griffpositionen   schmiegen   lässt.   Der   Widerspruch   der   Materialien wird     durch     die     fließende     Bewegung     aufgelöst     und     niemand,     der     die Skulpturengruppe   betrachtet,   wird   in   Zweifel   ziehen,   dass   es   sich   hier   um   ein feines   Gewebe   handelt.   Irene   Johnen   zeigt   in   ihrem   Werk   die   Verbindung   der Tuchindustrie   mit   der   Eifel   ,   indem   sie   in   ihr   Bild   hinein   den   Stoff   verarbeitet   und die   schwere   Arbeit   der   Tuchherstellung   darstellt   und   aufleben   lässt.   Gleichzeitig beeindruckt   die   Farbigkeit   ihres   Werkes,   die   die   Lebendigkeit   der   Tuchherstellung betont   und   mit   dem   rötlichen   Ton   an   das   heute   noch   sehr   bekannte   und   oft besuchte    Scheiblerhaus,    das    Rote    Haus    in    Monschau    erinnert .    Heinz Nellessen,   bekannt   für   seine   Eifellandschaften,   die   sein   künstlerisches   Schaffen durch   viele   Jahre   begleiten   bleibt   sich   treu,   verweist   aber   in   seiner   Arbeit   zum Thema   auf   den   Niedergang   der Tuchindustrie   im   Monschauer   Raum,   sowie   auf   die Vergänglichkeit   alles   Seins.   So   wie   die   drei   hier   angeführten   Künstler   sich   einen ganz   eigenen   Zugang   zum   Thema   geschaffen   haben,   haben   auch   alle   anderen teilnehmenden    Künstler    durch    gedankliche   Auseinandersetzung    mit    dem    Sujet einen   Weg   gefunden   ihre   Überlegungen   in   Inspiration   umzusetzen   und   es   ist   eine vielfältige   Ausstellung   entstanden,   die   dem   Besucher   die   Möglichkeit   gibt   selbst einen,   vielleicht   unerwarteten   Weg   zu   finden   sich   dem   Thema   „Tuche“   zu   nähern. 17   künstlerische   Positionen   werden   gezeigt,   17   verschiedene   Möglichkeiten   Tuch zu   betrachten   aufgezeigt   und   zusätzlich   zeigt   jeder   der   mitwirkenden   Künstler   in weiteren   Werken   einen   Ausschnitt   seines   künstlerischen   Schaffens.   Die   Künstler sind:    Franz    Joseph    Ahmann,    Birgit    Bodden,    Didier    und    Klaus    Gehlen, Margret    Gillessen,    Otto    Guba,    Irene    Johnen,    Rosemarie    Könen,    Heinz Nellessen,    Martin    Otten,    Gerd    Pagnia,    Anne    Rader,    Michael    Rath,    Anke Burchardt-Sanchez,   Ute   Schneider   Thalheim,   Wiltrud   Skoda   Strunk,   Jutta Rebel-Freymark.     Die    Laudatio    und    Vorstellung    der    Werke    erfolgte    durch    den Kunsthistoriker  Dr. Josef Gülpers aus Aachen.
 
„BEGEGNUNG“        Jahresausstellung        des    Kunstkreis Nordeifel   e.V.      Vom   6.   bis   21. August      2016   im Aukloster Monschau Die       Jahresausstellung       2016        des Kunstkreis      Nordeifel      fand      zum      im Kreuzgang    des   Auklosters    in    Monschau statt.            Nach            dem            großen Publikumserfolg             der             letzten Jahresausstellung          zum          Thema „Classic“    hatten    sich    die    Mitglieder des   Kunstkreises   in   diesem   Jahr   dem Thema   Begegnung   gestellt.   16   Künstler aus   den   Bereichen   Malerei   und   Skulptur setzen   sich   jeder   auf   seine   Weise   mit   dem Begriff   auseinander.   Begegnung   kann   ein Treffen,         Beisammensein,         Meeting, Rendezvous,          Wiedersehen,          eine Zusammenkunft    sein,    aber    auch    Spiel, Wettkampf   oder   Konflikt   und   Konfrontation. Alle   diese   Bedeutungen   ließen   sich in   den   Werken   der   Künstler   wieder   finden.   Ob   ein   Bild   an   die   Begegnung   der Kulturen       erinnerte       oder       eine       Skulptur       verschiedene       Materialien aufeinandertreffen   ließ,   ein   Gemälde   von   der   Begegnung   mehrerer   Menschen, die   wie   zufällig   aufeinander   trafen,   erzählt   oder   eine   Plastik   unser   Verhältnis zur   Technik   in   Frage   stellte.   Jeder   einzelne   Künstler   hat   den   Weg   beschritten, den   er   dem   Begriff   und   seiner   Bedeutung   zumaß.   Das   komplexe   Thema,   das bei   jedem   sofort   eigene   Assoziationen   weckte,   die   sich   auf   das   Selbst-Erlebte bezog,   Erinnerungen,   seien   sie   positiv   oder   negativ,   hervorrief,   sprach   uns   alle an.   In   den   Exponaten   der   Kunstkreiskünstler   ließen      sich   Erinnerungen   finden und   neue   Zusammenhänge   begreifen. An   der Ausstellung   nahmen   teil:   Joseph Ahmann,   Birgit   Bodden,   Klaus   Gehlen,   Didier   Gehlen,   Margret   Gillessen, Irmgard   Großgloß,   Otto   Guba,   Irene   Johnen,   Rosemarie   Könen,   Laurenz Kogel,   Martin   Otten,   Gerd   Pagnia, Anne   Rader,   Michael   Rath,   Jutta   Rebel- Freymark,     Ute     Schneider-Thalheim.     Einleitende     Worte     sprachen     Frau Bürgermeisterin   Margarete   Ritter   und   Herr   Dr.   Josef   Gülpers,   Kunsthistoriker aus Aachen. Auf den Spuren des Malers Paul Siebertz Als    Abschluss    der    Feiern    zum    100.    Geburtstag    des Künstler    stellt    der    Kunstkreis    Nordeifel    e.V.    im    Juni 2015    Staffeleien    an    den    Orten    auf,    wo    die    Bilder entstanden sind. „Auf   den   Spuren   des   akademischen   Kunstmalers   Paul   Siebertz   unterwegs   zu sein,   war   für   mich   eine   höchst   interessante,   ja   spannende   Aufgabe."   Hilmar Weber,   1.   Vorsitzender   KUNSTKREIS   NORDEIFEL   e.V.   Auf   den   Spuren   des akademischen   Kunstmalers   Paul   Siebertz   in   Monschau   unterwegs   sein,   dafür gibt   nun   der   Kunstkreis   Nordeifel   e.V.   zusätzliche   Anreize.   Als   Abschluss   der Feiern   zum   100.   Geburtstag   des   berühmten   Sohnes   der   Stadt   wurden   drei bemerkenswerte   Staffeleien   enthüllt,   die   sicherlich   in   Zukunft   die   Blicke   der Passanten   auf   sich   ziehen   werden.   Der   Kunstkreis   Nordeifel   e.V.   hatte   zur Präsentation   der   Staffeleien   eingeladen.   Hierzu   traf   man   sich   vor   der Aukirche. Hilmar      Weber,      der      1      Vorsitzende,      begrüßte      den      stellvertretenden        Städteregionsrat,         Hans-Josef         Hilsenbeck,          und         Monschaus Bürgermeisterin   Margareta   Ritter,    aber   ebenso   herzlich   auch   die   Mitglieder des   Kunstkreises.   Auch   Paul   Siebertz'   Söhne,   Alexander   und   Paul,   waren gekommen.    Für    die    Unterstützung    beim    „großartigen    Jubiläum    und    der eindrucksvollen   Ausstellung“   bedankte   sich   Hilmar   Weber   bei   allen   Freunden des   Kunstkreises.Dann   bat   er   die   Bürgermeisterin   und   den   Diplom-Designer und    Künstler    Didier    Gehlen,    die    Staffelei    vor    der    Mauer    der   Aukirche    zu enthüllen.   Es   gab   Beifall,   als   man   das   Bild   erkannte,   dass   Paul   Siebertz   genau hier   gemalt   hat.   Hilmar   Weber   erläuterte:   „Auf   den   Spuren   des   akademischen Kunstmalers     Paul     Siebertz     unterwegs     zu     sein,     war     für     mich          eine höchstinteressante,   ja   spannende   Aufgabe.   In   Gesprächen   mit   Bildbesitzern oder    auch    Einwohnern    erfuhr    ich    den    Standort,    an    dem    ein    Exponat entstanden    ist.    Nach    umfangreichen    Recherchen    ist    es    gelungen,    drei Standorte   im   öffentlichen   Raum   zu   nden,   an   denen   wir   heute   die   Staffeleien   als bleibende   Erinnerung   an   Paul   Siebertz   präsentieren   können.“   Er   dankte   Didier Gehlen    für    sein    Engagement    und    die    aussagekräftige    Gestaltung    der Staffeleien.   Voller   Freude   äußerten   auch   Paul   und   Alexander   Siebertz   ihre Anerkennung    für    diese    Idee    und    die    gelungene    Ausführung.        Die    drei Staffeleien    sind    in    der    Erde    befestigt,    sie    bestehen    aus        verzinktem    und pulverbeschichtetem    Eisenstahl.    Das    Bild    wurde    auf    einer   Aluminiumplatte befestigt    und    mit    einer    Spezialfolie    überzogen.    „Man    darf    es    anfassen“, ermunterte Didier Gehlen die staunenden  Kunstfreunde.

Kunstkreis Nordeifel e.V.